Geplante Veranstaltungen


Montag, 7. November 2022, 19:00-21:00 Uhr

Das Finale mit Andrea Ecker, Anja Liedtke, Anna Real, Ulrike Anna Bleier und Wolfgang Cziesla

Ort: LeseRaum, Akazienallee, links neben Proust (Postanschrift: Am Handelshof 1, Essen)

Eintritt frei

Romanideen sind ein bisschen wie Seifenblasen – manche werden groß und rund und tragen sich von selbst. Aber viele andere platzen und erlangen keine Vollendung.

Genau diesen möchte Andrea Ecker ihre Lesung widmen. Mit den Anfängen zweier Romane, die es nie zum fertigen Manuskript geschafft haben, würdigt sie die gescheiterten Ideen als wichtigen Teil des Schreibprozesses.

Andrea Ecker  schreibt Romane mit Spannungs-Elementen, die sich jedoch nicht als klassische Krimis oder Thriller einordnen lassen. Vielmehr geht es in ihren Texten um die Entwicklung der Figuren und die Erfahrung, dass die Wahrheit selten das ist, was wir dafür halten. Ihr Debütroman „Lichtwechsel“ erzählt die Geschichte einer Bankangestellten, die bei einem missglückten Überfall als Geisel genommen und entführt wird. In ihrem zweiten Roman „Die Nebelgängerin“ folgt die Protagonistin ihrer fremden Zwillingsschwester durch Wien und kommt menschlichen Abgründen auf die Spur.


Auf Einladung des Vereins WaldZeit e. V. wohnte und schrieb Anja Liedtke im Nachbau der Holzhütte des Nature-Writing-Klassikers Henry David Thoreau. Der entstandene Text Wiesenwelten wurde in einer Anthologie im Lichtung Verlag publiziert, zusammen mit Beiträgen weiterer AutorInnen, bildender KünstlerInnen und Fotografen, die gleichfalls einige Zeit in der Hütte verbracht haben.

Dr. Anja Liedtke schrieb Romane und Reiseerzählungen über Israel, David Bowie, eine sozial und ökologisch nachhaltige Gesellschaft sowie die Folgen des Nationalsozialismus für ihre Generation. Ausgezeichnet wurde sie mit dem Bettina-von-Arnim-Preis und Stipendien des Goethe-Instituts Tschechien und des Stuttgarter Schriftstellerhauses. 2022 Writer in Residence, Franz-Edelmaier-Residenz für Literatur und Menschenrechte, Meran.


Anna Real: In der Literatur, also auch in der Lyrik, gibt es die sogenannten Protz- oder Prunkzitate. Z. B. wenn man „to be or not to be“ verwendet, oder das Lächeln der Mona Lisa als Vergleich verwendet, Sie verstehen die Richtung. Ich fürchte, das erstreckt sich auch auf die Erwähnung von Orten. Und heute bekommen Sie die volle Dröhnung, drei Städte mit großen Namen. Die erste kenne ich sehr gut, auch die erwähnte Straße, die zweite habe ich besucht, wenn auch nicht in der bedichteten Jahreszeit, die letzte nur aus Fotos, Filmen und Berichten, allerdings sind mir die erwähnten Pflanzen vertraut. Die Gedichte sind ungereimt, einen Reim darauf müssen Sie sich selbst machen.

Anna Real entdeckte mitten im Leben, dass man Gedichte sowohl lesen als auch selbst schreiben kann, seither tauchen sie immer mal in Zeitschriften und Anthologien auf.


Ulrike Anna Bleier liest Mit der Zeit, ein Kapitel aus ihrem jüngst erschienenen Roman „Spukhafte Fernwirkung“.

Ulrike Anna Bleier lebt in Köln. 2016 ist im lichtung verlag ihr Debüt „Schwimmerbecken“ über zweieiige Zwillinge erschienen, der 2017 auf der Hotlist der zehn besten Bücher aus unabhängigen Verlagen gelistet wurde. Der Roman „Bushaltestelle“ über eine tragische Mutter-Tochter-Beziehung vor dem Hintergrund der deutsch-tschechischen Geschichte folgte 2018. Im Oktober ist nun ihr dritter Roman „Spukhafte Fernwirkung“ erschienen, der von Verschränkungen und den Orten des Dazwischen erzählt.  (Foto: Anja Schlamann)


Wolfgang Cziesla liest aus Traumfahrer Quirx die Lesestrecke über Veranstaltungen.

Neben seinem Lebenswerk DER FIRWITZ, an dem Wolfgang Cziesla seit Dezember 1977 kontinuierlich arbeitet, und einem zweiten Langzeitprojekt, aus fünfzig Jahren Tagebuch sein Leben einmal als „Idealjahr“ und ein anderes Mal als „Katastrophenjahr“ zu destillieren, hat Cziesla relativ wenige abgeschlossene Romane veröffentlicht, wie Visitatio (1986), Die Austauschstudentin (2004) und Kaffeetrinken in Cabutima (2005). Dies entspricht seinem Konzept eines mehr prozess- als produktorientierten Arbeitens.

 

Gefördert von der Literarischen Gesellschaft Ruhr e. V.